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Sanosil Desinfektionsmittel für die Stalldesinfektion

Grundsätzlich ist eine Stalldesinfektion ja eine einfache Sache würde man annehmen. Stall reinigen, Desinfektionsmittel auswählen, dosieren, ausbringen. Stall ist desinfiziert, Problem erledigt. Leider ist eine gute Stalldesinfektion doch eine etwas komplexere Sache und anfällig für Fehler. Folgende Punkte gilt es deshalb besonders zu beachten.

Wichtige Punkte bei der Stalldesinfektion

Ställe und Unterstände z.B. Kaninchenstall, Hühnerstall…

Eine ungenügende Reinigung vor der Stalldesinfektion belastet durch organisches Material und Eiweissfehler die Leistung des Desinfektionsmittels enorm. Häufig liegt die Ursache darin, dass die Zeit zwischen den Reinigungszyklen zu lange ist und sich festhaftende Schmutzkrusten gebildet haben.

Ausserdem passiert es gerne, dass bei der Stallreinigung mit dem Hochdruckreiniger keine Einweichzeit eingeplant wird. Dies lässt sich recht einfach vermeiden, wenn der Schmutz bei der Stallreinigung zuerst eingeweicht wird – im idealfall mit einem alkalischen Aktivschaum. Bei der Arbeit mit Hochdruckreinigern ist vorallem zu beachten, dass durch den Druck nicht bereits gereinigte Flächen wieder durch aufgewirbelten Schmutz neu kontaminiert wird.

Desinfektionsmittel für die Stalldesinfektion

Wichtig ist, das richtige Desinfektionsmittel für die anstehende Aufgabe zu wählen. Es ist ein Unterschied, ob z.B. Viren oder Kokzidien bekämpft werden sollen. Es muss also zwingend die Eignung für den angedachten Zweck abgeklärt werden. Das falsche Desinfektionsmittel ist nicht nur wirkungslos, sondern verschwendet Geld und Ressourcen.

Grundsätzlich sind oxidierende Desinfektionsmittel wie die Sanosil Desinfektionsmittel weniger problematisch bezüglich Wirkungslücken, Temperatursensitivität, Toxizität und Eiweissfehler – dafür reagieren sie auf Metalle eher korrosiv als nicht oxidierende Produkte zur Stalldesinfektion.

Die richtige Dosierung des Desinfektionsmittel bei der Stalldesinfektion

Wird bei der Stalldesinfektion eine zu hohe oder zu niedrige Konzentration des Desinfektionsmittels gewählt, ist dies mit gravierenden Folgen verbunden. Bei Unterdosierungen werden Resistenzen begünstigt, und durch eine Selektierung der Mikroorganismen Population ein Überhandnehmen einer (bzw. weniger Spezies) verursacht.

Bei Überdosierung hingegen werden ggf. vermehrt Materialschäden und ggf. gesundheitliche Beeinträchtigungen wie Reizungen durch zu aggressive Desinfektionsmittel Konzentrationen verursacht. Vorallem aber ist eine zu hohe Konzentration von Desinfektionsmittel in der Stalldesinfektion unwirtschaftlich. Dosierhilfen und automatische Dosiergeräte helfen, dieses Problem zu lösen.

Ausbringung / Applikation von Desinfektionsmittel zur Stalldesinfektion

Hier ist meist Ungeduld das grösste Problem. Die Oberflächen bei der Stalldesinfektion müssen alle sorgfältig und lückenlos benetzt werden, ansonsten drohen Wirkungslücken. Die beliebte Applikation mittels Heissnebel ist zwar sehr spektakulär und sehr einfach, hat aber in Ritzen, Bodenabflüsse, oder nur schon unter einer banalen Staubschicht nur noch sehr eingeschränkt (Stichwort Vorreinigung) Wirkung.

Wesentlich besser sind deshalb Nassdesinfektionen – zum Beispiel mit Niederdruck Sprühgerät und Teleskoplanzebei – welchem das Desinfektionsprodukt regelrecht in die Wände des Stalles eingeschwemmt werden. So wird eine deutlich höhere Keimreduzierung erreicht als mit Heiss- oder Kaltnebelsysteme. Aufwand und Erfolg bei der Stalldesinfektion sind demzufolge gegeneinander abzuwägen.

Temperatur bei der Stalldesinfektion

Tiefe Temperatur bei der Stalldesinfektion ist ein wichtiger Punkt, der Beachtung verdient. Grundsätzlich gilt, dass tiefe Temperaturen alle Desinfektionsmittel – Reaktionen stark verlangsamen. Die notwendige Einwirkzeit muss also bei tiefen Temperaturen deutlich erhöht werden. Auch dauert das Trocknen und Zeit bis zur Wiederbelegung länger.

Im Idealfall wird bei tiefen Temperaturen entweder der Stall vortemperiert, und/oder das Wasser erwärmt. Es gilt allerdings zu beachten, dass heisses Wasser unter Umständen die Haltbarkeit des Desinfektionsmittels einschränkt – aus diesem Grund ist eine schnelle Ausbringung in so einem Fall eine gute Idee.